Vollcornform Zwistelwerkstatt am 1. und 13.Mai

Tag(e) des Offenen Europabrunnens? – Kunstverbot im Vorfeld der Nonconform Bürgerbeteiligung “Stadtraum gemeinsam gestalten”!



Beschriftete Fotos mit Erklärung der Kontextkunst (klick auf die Fahne)

nonconform Öffentlichkeitsarbeit: Neue Aufkleber,”Wir haben gehört, dass …! es viele Beiträge bei der 1. Ideenwerkstatt zu hören und zu sehen gab.” (Aufklebergalerie) Rückblick: 1:Charge Aufkleber: “Wußten Sie schon.dass ??? Vollcornform Fragen 1.Phase März

nonconform Einladung zur 2. Ideenwerkstatt:

ausgewählte Informationen

aus der nonconformStadtraum-gemeinsam-gestalten” Bürgerbeteiligung

im Mai 2017: Phase 2: Konkretisierungsphase: ()


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Vorschau Sa 13.5. Kulturfest auch neben dem Deckel:

Flyer ist zum 1. Mai raus Foto 2010

 


Foto oben: Bodensprenkler im Landkreis. Pläne für den Touristen-Römer-Rastplatz-Bodensprenkler mit eingezeichneter Grenze der Stadt Regensburg.

Ergänzung der Kundgebungsmittel für Samstag 13.5.:

als Konsequenz aus der nonconform Bürgerbeteiligung.

Mo 8.5. Anfrage und Erklärung der unmittelbaren “1/1 Umsetzung mit einfachsten Mitteln” : http://europabrunnendeckel.de/download/vollcornform/ergaenzung_kundgebungsmittel_web.pdf



Vorbild für die 1/1 Aktion, ein Plan aus der nonconform Bürgerbeteiligung “Stadtraum-gemeinsam-gestalten”: Großansicht_klick (weitere Pläne siehe oben in der linken Spalte: SEHENS undLESENSWERT!!!!)



Zukunftsweisendes Detail aus einem der Pläne von Prof. Ernst Ulrich Scheffler: (Pläne der Konkretisierungsphase, klick auf das Bild)

Erhalt des Wirsingbaus, Werner Wirsing

Stand der Planungen am Ende der 2. Ideenwerkstatt: Dezentralisierung des Kongressgeschehens

in das für 15 Mio € angekaufte Gebäude in der Maxstraße, das ein Hotel werden sollte,

Erwerb der Flächen der IHK für Kongresse, Nutzung des entstehenden Hotels am Stobäusplatz….

Konsumfreie Aufenthaltsräume, eventuell Bücherei, Kinderbetreung und Beratungseinrichtung.

Nur muß Regensburg um jeden Preis Kongresstadt sein???


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PRESSEINFOS ZUM FEST:

Flyer: http://europabrunnendeckel.de/download/vollcornform/13Mai_Kulturfest.pdf

Einladung – text:http://europabrunnendeckel.de/download/vollcornform/Pressemitteilung_Kulturfest_13_05_2017.odt

Diskussionspapier mit Erklärungtext: http://europabrunnendeckel.de/download/vollcornform/Information_Diskussion_Erklaerung_Kulturfest_13_5_2017.odt

Anmeldung mit Plänen (siehe auch oben): http://europabrunnendeckel.de/download/vollcornform/ergaenzung_kundgebungsmittel_web.pdf

Plan Park 1/1 Umsetzung des Plans aus der Bürgerbeteiligung (siehe oben)

Fotogalerien zum Herauskopieren (siehe oben)

Benötigen Sie Material in besserer Auflösung? mail@europbrunnendeckel.de oder

Jakob Friedl: 0941 28015301 // 0176 97 87 97 27

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In diesem Zusammenhang weitere aktuell interessante Infos zum Thema neue Hotels befreundeten Initiative…:

Wollen Sie das? Flugblattaktion gegen Hotelbau

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Hier kommen die Fotos vom Kulturfest

am 13.5. rein! Bild 1: Readymade !

…nochmehr Fotos vom 13.5. <klick auf das Foto unten>

Zubetonierung des Europa-Brunnens zum Bodensprenkler_Römerrastplatz?

Fest-Infos zum neuen kunstfreundlich konstruierten Europabrunnen-Deckel (Tiefbauamt von 2015), Bodensprenklerplänen (Stadtratsbeschlußvon 2015) und dem dazugehörigen Römer Konzept des (Kulturrreferats). Förderung durch das Intereg Programm der Tourismusverbände (Niederösterreich,Niederbayern,Oberpfalz).

Bild oben: Projektbeschreibung des Kulturreferates:…. “Der Brunnen „Römisches Regensburg“ …für den Planungsausschuss 12.2015 bzw 19.01.2016 Dokumente hier im Blog:
“Ein Künstler soll beauftragt werden, den Verlauf der Donau in Europa mit einer Stahlplatte zu skizzieren. An der Oberfläche einer lebensgroßen Platte soll der geographische Verlauf der Donau ausgefräst dargestellt und die wichtigsten römischen Stationen und Kastelle entlang der Donau eingraviert sein. Eine integrierte Brunnenanlage soll das Symbol Wasser und Donau assoziieren.”

Hier geht es wohl mehr um Schifferltourismus beim Haus der Bayerischen Geschichte als um Römer:”

“Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahren das Welterbe„trockener Limes” mit dem „nassen Limes“ erweitert, wird. Die Porta Praetoria am nördlichsten Punkt, den die Donau in ihrem Lauf jemals erreicht,wird dabei neuerlich wichtiger Anker sein.”

Bild Unten: Kundgebungsmittel am Sa 13.5. Sitz-Eck-Versteck: 1/1 Umsetzung der gravierten Stahlplatte als geknicktes Informationsmöbel in der Wege_Insel hinter dem Busbahnhof Albertstraße, gleich neben den Dixie Klo. 180 Grad gedreht. 90Grad geknickt. 20cm zu niedrig ( da aus 5 Platten…)

Vorläufig abschließendes Wort zum Ist-Zustand

(Sonntag 14.5. am Tag nach dem Kulturfest)

WAS IST im Umfeld des Keplerareals bereits WEGGEBROCHEN?

Architektur wird nutzlos gemacht. Bewährte Soziale und kulturelle Projekte wurden längst verdrängt und Kunst konsequent abgesägt… Gewachsenes zertört.

Wird der nutzlos gemachte jedoch voll funktionstüchtige Europabrunnendeckel auch dieses Jahr wieder hinter Blumenkübeln versteckt?

Erfreulich:

Ein erster Schritt Richtung Verbesserung der Situation könnte es sein, die negativen Entwicklungen der Vergangenen Jahre rückgängig zu machen und dort anzuknüpfen wo die Stadt aufgehört hat sich weiterzuentwickeln..

(vergl. z.B. die Beispiele auf dem DinA0 Plan”Besondere Orte und Objekte”, den das darmstädter Stadtbau- und Planungsbüro Stephan Kaczmarek (siehe oben!) für die Konkretisierungsphase der ” “Stadtraum-gemeinsam gestalten” Bürgerbeteiligung eingebracht hat.

Hier Fotos von allen Plänen, die bei der 2. und finalen Ideenwerkstatt der Kommunikationsagenturen “nonconform” und “UP ” (vom Büro für urbane Projekte), vom 3.5. bis zum 5.5. im Parkside präsentiert wurden.

Link nach ganz oben: (Vollcornform Zwistelwerkstatt am 1. und 13.Mai)

Link zur vollcornform Mutterseite

Bild oben: Dank Baustelle am Kassiansplatz: 3xpro Woche Donaustrudl Bücherstand.
>Unten: Uli Teichmann singt auf portugiesisch…

VIELEN DANK AN DEN BUND FÜR GEISTESFREIHEIT/BFG FÜR DIE VORBEHALTSLOSE UNTERSTÜTZUNG DER FREIEN VOLLCORNFORM-ARBEIT; FÜR TEILHABE UND INTERESSE UND ENGAGEMENT. DANKE AUCH FÜR DIE KISTE VOLLER KUCHEN UND DIE BETREUUNG DES FESTS- DER BFG HAT DIE BISHERIGEN WERBE- & MATERIALKOSTEN FÜR DIE VOLLCORNFORM-ARBEIT SEIT ANFANG MÄRZ ÜBERNOMMEN ….420€ + 200GAGE! DANKE.(60€ hat der Fvfu-uüiUF.e.V. für die Mutterkarte selbst ausgegeben:



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alternative_Europabrunnendeckel_Startseite http://europabrunnendeckel.de/

Startseite: http://jakob-friedl.de/

zurück zur vollcornform Mutterseite <klick>

Weiterhin ist alles verboten, was mit dem Deckel zu tun hat:

Video: Maulwurf, Player: Holzheinz, Musik: Carl Klein feat. 7track

Zur Veranstaltungsankündigung:

Was ist abgesehen von der bildhauerischen Umsetzung mit

“Goldene Gürtelschnalle mit Eichhörnchen als Verlängerungskabel für städtisches Grün” gemeint?”

…es ist das Abschlußbild der ersten Bürgerbeteiligung im März, das den Teilnehmern als Ergebnis der 3 Tage intensiver Auseinandersetzung präsentiert wurde, jedoch schon Wochen vorher existierte….

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Ungenutzte Werkstatt 2011 noch vor der Räumung 2013, heute darf nichteinmal der neue Deckel von 2015 kulturell betreten werden!

Gürtelschnalle (Abschlußbild der ersten nonconform Bürgerbeteiligung im März) + 2 weitere Bilder von vollcornform, die den Diskurs im Vorfeld der Konkretisierungsphase der Bürgerbeteiligung (Mi 3.5. – Fr 5.5.) zusammenfassend aufgreifen: Gürtelschnalle, Perlenkette und Kristall.

Wie wird sich die Kongressstadt Regensburg verändern?

1 / 1 Umsetzung der Metallplatte mit eingraviertem nassem & trockenen Limes

…geknickt als SITZ_ECK:VERSTECK und Bodensprenkler-Infopoint mit Standortplan

Auch am Samstag 13.5. wieder: Bauschaumsprenkler, Zwistelwerkstatt,
Lauter leise lauten Session… Fotoshow von den Eichhörnchen usw. siehe oben unter der Bayernflagge…

Electric Panthers, Volxxang, Uli Teichmann spielt portugiesische Lieder, Session & DJ Spindrift, mir wohl bekannt aus alten Europabrunnendeckeltagen (2009/2010)

(Preview Bedarfsanalyse siehe oben in der linken Spalte: LESENSWERT!!!!) iuzi
Bildergalerie: Keplerareal mit brutalistischem Wirsingbau

Hier also die Weltkulturerbe Kongresstadt Wiesbaden, < die Stadt aus der die Firma kommt, die die neue Bedarfsanalyse für Regensburg erstellt. WERBEVIDEO:Das_neue_RheinMain_CongressCenter_Rundflug_durch_das_Haus

Bund für Geistesfreiheit Regensburg und Fvfu-uüiUF.e.V.

Mitteilung an die Presse

Kultur und Toiletten für alle!

Kulturfest am Ernst-Reuter-Platz rund um den Europabrunnendeckel

Der Bund für Geistesfreiheit Regensburg (BfG) lädt zusammen mit dem Kulturverein FUF zu einem Kulturfest am Ernst-Reuter-Platz (neben dem Europabrunnendeckel) ein. Das Kulturfest und die gleichzeitigen Kunstaktionen im Bahnhofspark setzen sich kritisch und konstruktiv mit den städtischen Planungen und der Bürgerbeteiligung zum Regensburger Kultur- und Kongresszentrum (RKK) auseinander. Es geht auch darum, aufzuzeigen, welche Maßnahmen zur Aufwertung des Bereichs sofort ergriffen werden können. Das geht von alltäglichen Nutzungsmöglichkeiten durch die Bürger (Sitzen an der Hochbeetkante der Max-Straße, kulturelle Nutzung des Peterskirchleins) bis zu selbstorganisierten kulturellen Projekten und Kunst im öffenlichen Raum – und der Verdeutlichung der Notwendigkeit von öffentlichen Toiletten, die durch die Aufstellung eines Dixiklos in der Nähe des Busbahnhofs verdeutlicht wird. Es spielen Bands, es gibt eine offene Bühne, Infostände, einen Bücherstand, Kunst rund um den Brunnendeckel, Markierungen im Bahnhofspark. Auch Eigeninitiative ist gefragt.

Das Kulturfest findet am Samstag, den 13.05.2017, von 14 – 22 Uhr statt.

Eine ausführliche Erklärung zu den angesprochenen Themen und den Kunstaktionen findet sich im Anhang; Weitere Informationen zum Fest, Lageplan, Pläne, Fotogalerien zur freien Verwendung und Hintergrundinformationen finden sich auf der Internetseite www.europabrunnendeckel.de

 

Diskussionspapier:

Herzliche Einladung zum Kulturfest des Bfg am Ernst-Reuter-Platz rund um den Europabrunnendeckel

am Samstag, den 13.05.2017, von 14 – 22 Uhr

Kultur und Toiletten für alle!

Erklärung zum Kulturfest und den geplanten Kunstaktionen

Ziel: Das Kulturfest und die Kunstaktionen setzen sich kritisch und konstruktiv mit den städtischen Planungen und der Bürgerbeteiligung zum Regensburger Kultur- und Kongresszentrum (RKK) auseinander. Auf dem privaten Gelände des Keplerareals selbst ist allerdings kein Arbeiten möglich und auch keine öffentliche Zusammenkunft. Ziel ist es, die Diskussion um die Nutzung öffentlicher Räume weiterzuführen und den Wert des zentral gelegenen Keplerareals für kulturelle Aktivitäten zu betonen. Das Kulturfest spannt den thematischen Bogen von der allgemeinen Gestaltung öffentlicher Räume und selbstorganisierter Kultur hin zum Großprojekt RKk und der Nutzung des Europabrunnendeckels als kleiner experimenteller Kunstort und Bürgerbühne.

Programm: Bands, Musik- und Kunstsessions, Infostände, Bücherstand, Kunst auf und um den Brunnendeckel, Markierungen im Bahnhofspark. Es handelt sich um selbstorganisierte, unperfekte und kommerzfreie Kultur, die nicht mehr auf die früher existierende Struktur eines lebendigen Brunnenorganismus zurückgreifen kann. Bei dieser Zusammenkunft ist unter Umständen Eigeninitiative gefragt!

Öffentlicher Raum: Zentral herausgestelltes Ziel der Planungen für RKK, ZOB, ÖPNV ist, dass der öffentliche Raum zwischen Bahnhof und Ernst-Reuter-Platz der „Salon von Regensburg, Wartesaal und Eingangstor der Stadt” sein soll und als „hell, fröhlich, heiter und sicher“ empfunden wird. Randgruppen sollen dabei erklärtermaßen nicht verdrängt werden, denn der öffentliche Raum soll für alle Bevölkerungsgruppen da sein und verschiedene Aufenthalts-, Begegnungs- und Spielmöglichkeiten anbieten und noch vieles mehr leisten…

Wenn das RKK tatsächlich ein „bürgernahes Kultur- und Kongresszentrum“ werden soll, muss der öffentliche Raum schon im Vorfeld des geplanten Stadtumbaus kulturell belebt und betreut werden, um den kulturellen Bedarf zu ergründen und zu erzeugen. Die vorhandenen Orte und Potenziale dienen dazu, den Übergangsraum experimentell zu ergründen. Selbstorganisierte Kultur kann hier in eine permanente und unmittelbare Interaktion mit der Bevölkerung treten.

Die raumgreifenden Baumaßnahmen für RKK und ZOB beginnen allerdings wohl frühestens in 10 Jahren! Wie lässt sich schon jetzt die Situation verbessern? Wie kann zeitnah eine ansprechendere Atmosphäre in diesem Bereich geschaffen werden?

Zwischennutzung des Keplerareals: Die Stadt sollte das Keplerareal erwerben. Dieses zentrale Areal soll öffentlicher Raum werden und es soll interessierten Gruppen zur kulturellen Zwischennutzung freigegeben werden. Weiterhin ist darüber nachzudenken, ob Teile des derzeit etwas vernachlässigten Geländes unter Denkmalschutz gestellt werden können. Werner Wirsing, der Architekt des Luther-Hauses, war ein bedeutender Architekt, dessen Bauten teilweise unter Denkmalschutz gestellt wurden, was sich auch hier anbieten würde. Die umliegende “brutalische” Architektur bietet sich mit ihren großzügigen Freiflächen und Plateaus dazu an, über ihre Funktionen, mögliche Nutzungen und Umbauten nachzudenken. So könnte z.B. die an die Albertstraße angebundene Liefergarage mit kleineren Umbauten schon heute für Rockkonzerte, Theateraufführungen, Flohmarkt oder Kunstevents genutzt werden und der Kepler-Saal für kleine Tagungen. Im Wirsing-Hochhaus sollten durchaus weiterhin kostengünstige und funktionale Mikroapartments für Studenten bestehen bleiben. Denn kostengünstiger Wohnraum ist in unserer Stadt sehr wertvoll. Die Gemeinschaftsräume auf dem Hochaus bieten einen einmaligen Ausblick auf die gesamte Stadt. Der Um- bzw. Neubau auf dem Keplerareal sollte kein Investorenprojekt (PPP) werden, alleine aus finanziellen Gründen ist davon abzuraten.

Bürgernahes „verkleinertes“ RKK: Die Pläne, das Kongressgeschehen zu dezentralisieren, um so im neuen Gebäudekomplex großzügig Raum für nichtkommerziellen Aufenthalt (Wärmehalle), kulturelle und soziale Angebote, wie z.B. Stadtbücherei und Hausaufgabenbetreuung zu schaffen, kommen den aus der Bürgerschaft heraus formulierten Bedürfnissen entgegen. Durch einen kleineren Baukörper und die Miteinbeziehung des Hypo-Gebäudes in der Maxstraße (eventueller Ankauf des IHK-Gebäudes?) kann das Bauvolumen reduziert werden. So lässt sich auch der Baumbestand schonen.

Regensburg als Kongressstadt? Der Zielvorstellung, dass Regensburg „Kongressstadt“ werden sollte, und den Bedarfsanalysen, die den Planungen zugrunde liegen, ist große Skepsis entgegen zu bringen. Die von der Verwaltung in Auftrag gegebene neue Bedarfsanalyse besagt, dass zusätzlich zum bestehenden vielfältigen Angebot (incl. Tagungszentrum Marina Forum) zahlreiche weitere Veranstaltungen stattfinden werden. Allein aufgrund des Bedarfes, den es in der Region gebe, rechnet die Beratungsfirma mit 80- bis 90-Tausend Besuchern von Konzertveranstaltungen 50- bis 60 Tausend Teilnehmern an Kongressen, Tagungen und Symposien, ohne anderen Regensburger Veranstaltungsorten Konkurrenz zu machen. Allerdings macht der angenommene zusätzliche Bedarf an Zusammenkünften mit mehr als 500 Personen nur 17% des geschätzten Bedarfs aus, mit über 1500 Personen nur 2%. Und bei 53 % wird eine Besucherzahl von unter 20 bis unter 100 angenommen. Will man mit RKk unseren Wirtshäusern mit ihren Nebenräumen Konkurrenz machen?

Dieser Bedarf bestehe laut bestelltem Gutachten schon jetzt in der Region. Die Prognose darf aber zu Recht bezweifelt werden. Möglicherweise wird versucht werden, diesen Kongressbedarf in der Welkulturerbestadt erst künstlich zu erzeugen und an Regensburg zu binden. Dies wird womöglich dazu führen, dass auch der öffentliche Raum entsprechend den vermeintlichen Bedürfnissen von Kongress­anbietern und der neu geschaffenen Marke „Kongressstadt Regensburg“ gestaltet wird.

Ist dieser Prozess kulturell beherrschbar und werden z.B. selbstorganisierte, freie und kritische Kunst sowie Hilfsangebote für Bedürftige in diesem öffentlichen Raum tatsächlich neben den zu erwartenden Produktpräsentationen bestehen können? Das hängt auch davon ab, ob es tatsächlich gelingt, bei einem RKk die Kultur und die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Vordergrund zu stellen. Skeptisch stimmt beispielsweise, dass der stillgelegte Kulturort Europabrunnendeckel, der zweifellos andere und zusätzliche Qualitäten zu bieten hat, mit Plänen aus dem Kulturreferat zu einem Touristenrastplatz mit eingezeichneter Römergrenze zubetoniert werden soll. Regensburger dürfen sich dann hier auch setzen, können jedoch nicht selbst kulturell aktiv werden.

Der vermeintlich lukrative Kongressbetrieb wird vermutlich ein massives Zuschussgeschäft bleiben. Zudem besteht die Befürchtung, dass die Umwandlung der Stadt Regensburg in eine Kongressstadt unvorteilhafte kulturpolitische Konsequenzen nach sich ziehen wird.

Will man es mit groß angelegten Kongressen und Events allen recht machen, zieht das zudem auch einen erhöhten Parkplatzbedarf für den motorisierten Individualverkehr nach sich, was den Zielen eines höherwertigen öpnv widersprechen würde.

Wer braucht nun eigentlich ein RKk und warum? Von einem dezentralen Konzept profitieren könnten die nicht vollständig ausgelasteten bestehenden Regensburger Hotels, die momentan durch die leider neu entstehenden Großhotels am Stobäusplatz und in der Landshuterstraße massive Konkurrenz bekommen und so hinsichtlich der Kongresse eher auf kleinteilige, individuell zugeschnittene Kongresse mit einem zentralen Treffpunkt setzen, bei denen auch die Kongressteilnehmer auch in vielen unterschiedlichen Hotels untergebracht sind. Dem Vernehmen nach haben die Regensburger Hoteliers, aus veständlichen Gründen, kein Interesse an einem Kongresszentrum, in dem alle Funktionen einschließlich der Unterbringung und der Gastronomie gebündelt sind.

Solch ein dezentrales Konzept, das auch stärker auf das vielfältige Angebot in Regensburg eingeht, ist sicherlich kommunikativer und flexibler als, wie ursprünglich mit der Baumassenstudie von 2015 vorgegeben, das Modell Wiesbaden 1/1 in klein kopieren zu wollen.

Dass freilich überhaupt ein dringender Bedarf an Tagungs- und Konzertmöglichkeiten besteht, darf bezweifelt werden. Für viele Kongresse wird sich weiterhin aus Platzgründen nur die Uni eignen. Das noch immer nicht in Betrieb genommene Marina Forum mit 750 Plätzen, das allerdings, so die Bedarfsanalyse, voll ausgelastet sein werde und den Bedarf nicht abdecken könne. Das Haus der Bayerischen Geschichte und entstehende Räumlichkeiten im Leeren Beutel wurden im Gegensatz zum Kongressbereich im Jahnstadion nicht berücksichtigt.

Der Bedarf muß wohl erst geschaffen werden.

Konstruktives aus der Bürgerbeteiligung: Der Zeithorizont für den Baubeginn eines zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB), eventuell einer Straßenbahn-Trasse und zuletzt eines Regensburger Kultur- & Kongresszentrums beträgt, gesetzt den Fall, dass die Bürger den überarbeiteten Plänen im Herbst zustimmen, 10 bis 20 Jahre. Was passiert in der Zwischenzeit bis zu den geplanten Stadtumbaumaßnahmen und wie kann den Baustellen ausgewichen werden?

Die Bürgerbeteiligung „Stadtraum-gemeinsam-gestalten“ behandelte die Themen ZOB/RKK/ÖPNV sowie die öffentlichen Räume zwischen Ernst-Reuter-Platz und Bahnhof. Auf der Grundlage der gesammelten Beiträge der Bürger haben die Architekturbüros nun einige Ideen und mögliche Grundzüge der geplanten Umgestaltung dieses Bereichs vorgestellt. Auf diese und auf die interventionistische Herangehensweise der Kommunikationsagentur „nonconform“ nimmt das Kulturfest Bezug. Der Plan „Besondere Orte und Objekte“ des Architekturbüros Kaczmarek visualisiert in Einklang mit dem Gesamtkonzept konkrete Beispiele zur Verbesserung der alltäglichen Situation. Die Aktionen im Bahnhofspark sollen darauf hinweisen, dass alle diese Maßnahmen schon jetzt ergriffen werden können.

Dazu werden im Rahmen des Kulturfestes im gesamten Bereich zwischen Ernst-Reuter-Platz und Bahnhof interessante Stellen mit Fragezeichen und Erklärungen markiert. Die übergeordneten Ziele und Chancen der Bürgerbeteiligung lassen sich am „vollcornform“ Infostand am Brunnendeckel diskutieren. Die Stadt soll diesen Ort wieder als partizipativen Kulturort und offene Bühne freigeben, indem sie der Nutzung des darunterliegenden Raumes als Stadtforschungs-Werkstatt nach 7 Jahren Stillstand erneut zustimmt. Anstatt das Brunnenbecken mit einer „Bodensprenkleranlage“ zuzubetonieren, sollte der umliegende Platz an heißen Tagen aus der Brunnenstube heraus kostengünstig mit Wasser besprenkelt werden. Bäume lassen sich an der Straßenkante entlang und auf dem Ernst-Reuter-Platz pflanzen, um den Grüngürtel zu schließen.

Beispiele für mögliche Sofortmaßnahmen

Erklärung der Einzelmaßnahmen für Samstag, den 13.5., die alle auf dem beiliegenden Lageplan eingezeichnet sind und sich 1/1 auf den Plan aus der Bürgerbeteiligung „Besondere Orte und Objekte“ beziehen. Schilder mit Fragezeichen und Erklärungen werden ausgebracht und am Ende des Tages wieder eingesammelt (siehe Foto):

  • Infos zu Beratungsangeboten auf dem Keplerareal: Dieser öffentliche Raum soll unserer Meinung nach aufgewertet und kulturell zwischengenutzt werden. Raum der anonymen Alkoholiker (Rettungsdecke-Goldfolie). Das Café Insel ist leider schon ausgezogen. Die Theaterakademie zieht leider um. Es wäre erfreulich, wenn das Keplerareal noch einmal zur Bühne würde.
  • Infos zur Radparken: „Fahrradskulptur?“
  • Europabrunnen: Schlösser knacken, Brunnenorganismus beleben, permanentes Projekt starten! Kritik an dem absurd begründeten Nutzungs- und Kunstverbot, dass der Deckel einkrachen könnte, wenn eine Band darauf spielt oder die Verplankung abgenommen wird, um der Bevölkerung einen Blick auf den Boden der Tastsachen zu gewähren. Zur Bühne wird der Deckel durch die darunterliegende Bühnentechnik! Vergleiche hierzu die Anregungen für eine „Bürgerbühne“ und „Orte für Kunst- & Kulturprojekte aus der Bürgerschaft“ und „Bereitstellung von neuen Technologien im öffentlichen Raum“: Freifunk, Bluetooth und Steckdose am Europabrunnendeckel.
  • Außerdem bei unserem Fest am Brunnendeckel: Infos zu Bodensprenkleranlage und geplantem Touristenrastplatz: „bunte Bauschaum-Bodensprenkler“ mit „lebensgroßer Römertafel“. Infos zu einer alternativen kostengünstigen Wasserinstallation mit Wasser rund um den Deckel. Ausstellung zur geplanten Verlängerung des Grüngürtels „Eichhörnchen auf goldenen Säulen“.
  • Sitzen auf der Kante: „Nutzung der Geländesprünge (Hochbeetkante) für die Installation von Sitzgelegenheiten“. An verschiedenen Stellen werden beispielhaft Bretter ausgelegt, auf denen es sich gut sitzen lässt.
  • Ruhe-Eck-Versteck / Fokussieren und Ausblenden der Umgebung: Sitzbank aus zwei verschraubten Holzplatten (je 125 cm hoch und 250 cm breit). Beschriftung mit Schablone. Standzeit: 1 Tag.
  • Lametta-Bogen auf den Baumstümpfen beim Peterskirchlein: Das Peterskirchlein soll laut den Planungen kulturell für Vorträge, Konzerte, Hochzeiten und als offener Ruheraum genutzt werden. Wir wollen den Ort entsprechend markieren und mit einem kleinen Schild darauf hinweisen.
  • Zwei Dixie-Klos am Trampelpfad: Es fehlen im Umfeld des Bahnhofs öffentliche Toiletten. Das führt dazu, dass es bereits Trampelpfade zu den Pinkelplätzen gibt. Dies führt zu teils erheblichen Geruchsbelästigungen. Wir wollen einen solchen Ort markieren und bereits im Vorfeld unserer Veranstaltung (möglichst schon am Mittwoch) 2 Dixie-Klos aufstellen, die dann am Montag, den 15.5, wieder abgeholt werden. Wir fordern ästhetisch ansprechende temporäre Kloanlagen, die bis zum Baubeginn von ZOB und RKK in voraussichtlich 10 Jahren die Situation verbessern. Wie könnten diese gestaltet sein?

Weitere Informationen zum Fest, Lageplan, Pläne, Fotogalerien zur freien Verwendung und Hintergrundinformationen finden sich auf der Internetseite www.europabrunnendeckel.de

Bild oben: Aufnahme Anfang März 2017

oben: Sitz-Eck-Versteck-geknickte Römerinfoplatte: Kundgebungsmittel für das

Bfg & “fuüiuf”- Kulturfest am Samstag 13.5 rund um den Europabrunnendeckel.

Projekt des Kulturreferates:…. “Der Brunnen „Römisches Regensburg“Ein Künstler soll beauftragt werden, den Verlauf der Donauin Europa mit einer Stahlplatte zuskizzieren. An der Oberfläche einer lebensgroßen Platte soll der geographische Verlauf der Donau ausgefräst dargestellt und die wichtigsten römischen Stationen und Kastelle entlang der Donau eingraviert sein. Eine integrierte Brunnenanlage soll das Symbol Wasser und Donau assoziieren.”

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Bild unten: Electric Panthers beim Kulturfest 13 Mai 2017

Fragen !

usw….

burger5740 Wertung: 13.5/24 (2 votes cast)

¬ geschrieben von Audroel, nur noch 174 Tage, dann ist Maulwurf


8 Kommentare zu 'Vollcornform Zwistelwerkstatt am 1. und 13.Mai'

  1. Audroel sagte am 29. April 2017 um 14:58 Uhr:

    Expertise von Armin Schmid:

    “Im Zuge der Diskussionen um das geplante RKK gibt es am 1.5. und 13.5.
    Aktionen am Ernst Reuter Platz. Wir gehen den Fragen nach:
    Was soll hier gebaut werden und für wen?

    Beispielhaft ist die jahrelange Auseinandersetzung um den Bereich
    des geplanten Europabrunnens. Dieser liegt im Planungsgebiet,
    ist jedoch micht im Planungsumgriff enthalten.

    Allerdings versucht hier der Regensburger Künstler Jakob Friedl
    seit Jahren den leerstehenden Raum für kostenfreie Kunst zu nutzen.
    Dies wird von der Stadt nicht ermöglicht. Gleichzeitig wird ein
    großes Kultur- und Kongresszentrum geplant.
    Welche Perspektiven treffen hier aufeinander?
    Bin gespannt auf die Gespräche…”

  2. thomas herz sagte am 29. April 2017 um 20:02 Uhr:

    super!!!

  3. audroel sagte am 2. May 2017 um 19:42 Uhr:

    http://europabrunnendeckel.de/?p=5740#sa13Mai

  4. Audroel sagte am 10. May 2017 um 09:51 Uhr:

    http://europabrunnendeckel.de/?p=5740#ergaenzung_Kundgebungsmittel

  5. Audroel sagte am 10. May 2017 um 09:53 Uhr:

    http://europabrunnendeckel.de/?p=5740#Preview_Bedarfsanalyse_und_Bildergalerie_Plaene

  6. Audroel sagte am 10. May 2017 um 09:56 Uhr:

    http://europabrunnendeckel.de/?p=5740#keplerareal

  7. Audroel sagte am 14. May 2017 um 16:21 Uhr:

    http://europabrunnendeckel.de/?p=5740#wort_zum_sonntag

  8. Audroel sagte am 14. May 2017 um 19:21 Uhr:

    http://europabrunnendeckel.de/?p=5740#besondere_Orte_und_Objekte